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Pressespiegel

 Sauerzeidung, 05.09

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Kaya Yanar

Kaya Yanar: „Zurück , Müsli, Tschüss!“

Kaya Yanar beehrte das Trifolion am 21. und 22. März mit seiner Show „Made in Germany“. Die Eigenheiten und Gemeinsamkeiten der Deutschen, Türken und anderer Kulturen stellte der talentierte Komiker auf unterhaltsame, kurzweilige Art vor.

Sowohl am Samstag als auch am Sonntag war das große Atrium des Trifolions restlos ausgebucht: Mehr als 1200 Gäste hatten sich Karten ergattern können.
Kaya Yanar, der Deutsche aus Frankfurt mit türkischen Wurzeln, begeisterte restlos alle.

Seine Show dreht sich, wie der Titel schon ankündigt, um Deutschland und seine Bürger. Doch wer einen Abklatsch aller deutschen Klischees erwartet hatte, wurde zum Glück verschont. Ein Potpourri der kulturellen Eigenheiten rund um den Globus durchzieht die Show.

Das vorwiegend luxemburgische Publikum mit Gästen aus Deutschland, der Schweiz, Italien und der Türkei begab sich mit Yanar auf eine humorvolle, zweistündige Weltreise: Von der notwendigen Gottesfürchtigkeit im Istanbuler Straßenverkehr, über Holländische Terroristen und tanzende Inder hin zu Deutschland als „zivilisiertes, kultiviertes Land mit hohem Aggression auf der Autobahn“.

Neben großem komödiantischen Talent beweist Yanar eine fundierte Beobachtungsgabe, die wissenschaftliche Erkenntnisse offenbart: „Jede Sprache hat phonetische Schwachstellen, über die man lachen kann!“ stellt er fest. Den Kroaten als Volk der Konsonanten empfiehlt Yanar, sich einige Ü’s der Türken schenken zu lassen, denn davon haben diese ja genug. Vorteil dieses Umlauts zeigen sich besonders beim türkischen Glücksrad: Der  Kauf eines Ü’s  bringt das Glöckchen zu einem nicht endenden wollenden „ding-ding-ding-ding“. Doch die Deutschen sollten Yanar zufolge nicht so sehr lachen, wenn die Türken ihre Ü‘s aussprechen, denn auch die deutsche Sprache bediene sich dieses Umlautes sehr gerne: „Wie ist es denn mit Zurück, Müsli, Tschüss?!“

Kaya Yanar ist absolut empfehlenswert. Im akustisch optimalen Atrium kommunizierte er direkt mit den einzelnen Zuschauern, was zu lauten Lachern führte. Die zweistündige Attacke auf das Zwerchfell wurde von einer kurzen Pause unterbrochen, in der sich alle im Foyer die Beine vertreten und sich bei einem Glas Wein austauschen konnten.

Live erkennt der Besucher das Showtalent des gelassenen Entertainers noch besser als über den Fernseher. Vor Ort im Trifolion wurde jeder Gast von der Unterhaltungsgabe Yanars gebannt.
Das Publikum aller Altersklassen sprach er an, herzhaftes Lachen sowohl bei 17- als auch 70-Jährigen erlebt man sonst nur selten. Für die Kinder im Publikum empfiehlt sich dennoch eher die Show im zensierten Fernsehen.

Falls es zu einem Yanar-Trifolion-Revival kommen wird, werden sicherlich auch die Besucher wieder um Karten kämpfen.