Echternach
Echternach in Gesamtansicht
Der Marktplatz in Echternach
Dënzelt
Echternacher See
(Fotos mit freundlicher Genehmigung: Office National du Tourisme Luxembourg, Frau Dr. Susanne Leder und Frau Anouk Hartmann)
Das Großherzogtum Luxemburg als bedeutender Finanzplatz gilt neben Brüssel und Strassburg als dritter Regierungssitz der Europäischen Union. Luxemburg ist zugleich neben Metz, Saarbrücken und Trier ein Zentrum der Groβregion Saar-Lor-Lux.
Echternach (5.400 Einwohner) als älteste Stadt des Großherzogtums ist im Osten direkt an der Grenze zu Deutschland gelegen und 27 km von der ältesten Stadt Deutschlands, Trier, entfernt. Echternach ist nicht zuletzt durch seine Buchmalerei und die Springprozession berühmt, die alljährlich tausende Pilger nach Luxemburg führt.
Die ehemalige Klosterstadt gehört zu den am prachtvollsten restaurierten architektonischen Ensembles des Landes und kann als Kulturstätte fast denselben Rang beanspruchen wie die Hauptstadt Luxemburg. Die Entwicklung Echternachs als religiöses, geistiges und künstlerisches Zentrum begann mit der Gründung der Benediktinerabtei im 7. Jahrhundert (698) durch den heiliggesprochenen Mönch Willibrord, einen angelsächsischen Missionar. Höhepunkt dieser Entwicklung war die berühmte, in ganz Europa bekannte Echternacher Buchmalerei des 10. und 11. Jahrhunderts. Ein Prachtexemplar dieser Zeit ist das im Germanischen Museum in Nürnberg aufbewahrte Goldene Evangelium von Echternach (Codex Aureus Epternacensis).
Mit der Bedeutung des vom Hl. Willibrord gegründeten Klosters stieg in den folgenden Jahrhunderten auch die Macht seiner Äbte, die über einen gewaltigen Grundbesitz verfügten. Seit ihnen im 10. Jahrhundert die Funktion von Reichsfürsten verliehen worden war, übten sie richterliche Gewalt auch über die Bürger der Sauerstadt aus. Ein Zeugnis dieser Zeit ist der im 12. Jahrhundert erbaute „Dënzelt“ („Dingstuhl“, von Althochdeutsch dingen, „beraten“), das damalige Gerichtsgebäude Echternachs sowie eine Nachbildung des sich in unmittelbarer Nähe hierzu befindenden Gerichtskreuzes, unter dessen „Urtsel“ (der Gerichtssäule) die Urteile verkündet und gegebenenfalls auch gleich vollstreckt wurden.
Echternach entwickelte sich über Jahrhunderte hinweg prächtig und war kultureller und auch politischer Mittelpunkt des ganzen Landes, bis ins 13. Jahrhundert sogar wichtiger und größer als die Grafenstadt Luxemburg.
Der Glanz Echternachs als kulturhistorisches Zentrum ist heute noch sichtbar und bietet so viele Sehenswürdigkeiten, dass sich die zahllosen Besucher an manchen Sommertagen schon gegenseitig im Wege stehen.
Der genaue Ursprung und Sinn der Prozedur der Springprozession (Drei Schritte vor und zwei zurück) liegen im Dunkeln. Ob es eine Art Freudentanz ist, den die Bevölkerung ihrem Befreier Willibrord zu Ehren darbrachte oder eher ein Antiveitstanz gegen Fallsucht und andere Gebrechen, für die ebenfalls der Hl. Willibrord zuständig ist, ist nicht abschließend geklärt. Wie dem aber auch sei: die Springprozession am Dienstag nach Pfingsten ist als religiös-touristisches Markenzeichen von Echternach ein absolutes Muss und nicht wegzudenken.
Doch es sind nicht nur die historischen Sehenswürdigkeiten, die Echternach alljährlich zu einem Anziehungspunkt tausender Touristen machen. Kulturell sind es auch die Internationalen Musikfestspiele von Echternach, die bereits seit über 30 Jahren existieren und alljährlich im Frühsommer und Herbst über viele Wochen Echternachs historische Stätten wie die Abteibasilika und die Kirche St. Peter & Paul ebenso wie das Trifolion mit weltberühmten Künstlern international zu einem Mekka der Klassik und des Jazz machen.
So spürt der Besucher in und um Echternach in einer einzigartigen Atmosphäre die Vereinigung der Architektur der Vergangenheit mit dem Lebensstil der Gegenwart, eingebettet in eine nicht minder herausragende Naturkulisse. Besuchen Sie Echternach und lassen Sie sich vom außergewöhnlichen Flair verführen.
Echternach (5.400 Einwohner) als älteste Stadt des Großherzogtums ist im Osten direkt an der Grenze zu Deutschland gelegen und 27 km von der ältesten Stadt Deutschlands, Trier, entfernt. Echternach ist nicht zuletzt durch seine Buchmalerei und die Springprozession berühmt, die alljährlich tausende Pilger nach Luxemburg führt.
Die ehemalige Klosterstadt gehört zu den am prachtvollsten restaurierten architektonischen Ensembles des Landes und kann als Kulturstätte fast denselben Rang beanspruchen wie die Hauptstadt Luxemburg. Die Entwicklung Echternachs als religiöses, geistiges und künstlerisches Zentrum begann mit der Gründung der Benediktinerabtei im 7. Jahrhundert (698) durch den heiliggesprochenen Mönch Willibrord, einen angelsächsischen Missionar. Höhepunkt dieser Entwicklung war die berühmte, in ganz Europa bekannte Echternacher Buchmalerei des 10. und 11. Jahrhunderts. Ein Prachtexemplar dieser Zeit ist das im Germanischen Museum in Nürnberg aufbewahrte Goldene Evangelium von Echternach (Codex Aureus Epternacensis).
Mit der Bedeutung des vom Hl. Willibrord gegründeten Klosters stieg in den folgenden Jahrhunderten auch die Macht seiner Äbte, die über einen gewaltigen Grundbesitz verfügten. Seit ihnen im 10. Jahrhundert die Funktion von Reichsfürsten verliehen worden war, übten sie richterliche Gewalt auch über die Bürger der Sauerstadt aus. Ein Zeugnis dieser Zeit ist der im 12. Jahrhundert erbaute „Dënzelt“ („Dingstuhl“, von Althochdeutsch dingen, „beraten“), das damalige Gerichtsgebäude Echternachs sowie eine Nachbildung des sich in unmittelbarer Nähe hierzu befindenden Gerichtskreuzes, unter dessen „Urtsel“ (der Gerichtssäule) die Urteile verkündet und gegebenenfalls auch gleich vollstreckt wurden.
Echternach entwickelte sich über Jahrhunderte hinweg prächtig und war kultureller und auch politischer Mittelpunkt des ganzen Landes, bis ins 13. Jahrhundert sogar wichtiger und größer als die Grafenstadt Luxemburg.
Der Glanz Echternachs als kulturhistorisches Zentrum ist heute noch sichtbar und bietet so viele Sehenswürdigkeiten, dass sich die zahllosen Besucher an manchen Sommertagen schon gegenseitig im Wege stehen.
Der genaue Ursprung und Sinn der Prozedur der Springprozession (Drei Schritte vor und zwei zurück) liegen im Dunkeln. Ob es eine Art Freudentanz ist, den die Bevölkerung ihrem Befreier Willibrord zu Ehren darbrachte oder eher ein Antiveitstanz gegen Fallsucht und andere Gebrechen, für die ebenfalls der Hl. Willibrord zuständig ist, ist nicht abschließend geklärt. Wie dem aber auch sei: die Springprozession am Dienstag nach Pfingsten ist als religiös-touristisches Markenzeichen von Echternach ein absolutes Muss und nicht wegzudenken.
Doch es sind nicht nur die historischen Sehenswürdigkeiten, die Echternach alljährlich zu einem Anziehungspunkt tausender Touristen machen. Kulturell sind es auch die Internationalen Musikfestspiele von Echternach, die bereits seit über 30 Jahren existieren und alljährlich im Frühsommer und Herbst über viele Wochen Echternachs historische Stätten wie die Abteibasilika und die Kirche St. Peter & Paul ebenso wie das Trifolion mit weltberühmten Künstlern international zu einem Mekka der Klassik und des Jazz machen.
So spürt der Besucher in und um Echternach in einer einzigartigen Atmosphäre die Vereinigung der Architektur der Vergangenheit mit dem Lebensstil der Gegenwart, eingebettet in eine nicht minder herausragende Naturkulisse. Besuchen Sie Echternach und lassen Sie sich vom außergewöhnlichen Flair verführen.
